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Neustadtl
Einige Studien von Hermann Neustadtl
2. April 1862 Prag – 9.9.1909 1902 Rostok bei Prag – Studien Links
Aus dem Nachruf auf Hermann Neustadtl in der Wiener Schachzeitung:
„Unter den Zelebritäten des Schachspiels wird er stets als Stern erster Größe glänzen”.
Was 1909 galt kann man über 110 Jahre später kaum bestätigen. Die wenigsten Schachspieler kennen Neustadtl noch, obwohl er sehenswerte Studien vorgelegt hat. Einige davon entreißen wir hier dem Orkus des Vergessens.
Neustadtl
Ab 1893 wirkte Hermann Neustadtl in Karlsbad als Kurarzt. Er zählt damit zu den zahlreichen Topspielern, die zugleich Ärzte waren.

Obwohl er sich an vielen Turnieren beteiligte sind in der Megabase 2017 nur sechs Partien von ihm und bei chessgames.com gar nur 3 Partien dokumentiert.
1883 Nürnberger Hauptturnier
1. Siegbert Tarrasch (Arzt!) 3,5 aus 5
2.–4. Platz Salomon Löwenthal, Hermann Neustadtl, Theodor von Scheve je 3

1885 Hamburger Hauptturnier
1. Max Harmonist, 6 aus 7
2. Wilhelm Bauer, 5,5
3. Hermann Neustadtl 4,5
4. Franz Gutmayer 4

1886 1. Bayerischer Schachkongreß, München
1. Hermann Neustadtl 4,5 aus 5
2. Franz Gutmayer 4
Schachautor Franz Gutmayer (heute als Autor zurecht vergessen, da er extrem dogmatische Ideen vertrat)

1887 Frankfurter Hauptturnier
1. Johann Bauer 4,5 aus 5
2./3. Jacques Mieses 3,5
   Berthold Richter 3,5
4. M. Pappenheim 1,5
5./6. Robert Barner 1
    Hermann Neustadtl 1

1893 Rice-Gambit Korrespondenzturnier der „Le Monde Illustre”, Paris
2. Hermann Neustadtl

Hermann Neustadtl war auch ein bedeutender Schachbuchsammler und veröffentlichte Zeitschriftenartikel zum Evans Gambit, dem Blackmar Gambit und dem Steinitz Gambit.
Das Sonneborn–Berger Wertungssystem war früher als die Neustadtl-Wertung bekannt. Es war nach Hermann Neustadtl benannt, da er es in einem Brief, der von Chess Monthly in 1882 veröffentlicht wurde, vorgeschlagen hatte.

Ausgewählte Studien von Hermann Neustadtl
Neustadtl
Die wohl bekannteste Studie aus dem Jahre 1890. Sie gehört in jedes Werk oder Kapitel über Bauernendspiele.

Weiß am Zug hält remis

Siehe Dvoreckij 2010, # 1-8
& NeustadtlHerder Training
Neustadtl
Studie von 1898

Weiß am Zug gewinnt

Siehe Dvoreckij 2010, # 1-28
Neustadtl
Studie von 1907

Weiß am Zug gewinnt

Siehe
NeustadtlSchachtalk mit GM Philipp Schlosser, 22. 9. 2017
Neustadtl
Studie von 1894

Weiß am Zug gewinnt
Neustadtl
Studie von 1894

Weiß am Zug gewinnt
Links
NeustadtlNachruf Hermann Neustadtl, Wiener Schachzeitung, 1909 S. 348–350
NeustadtlPartien von Hermann Neustadtl, mit interessanten Beiträgen zu Neustadtl im angeschlossenen Kibitzer‘s Corner
NeustadtlSonneborn–Berger score
NeustadtlHerder Training zur Studie von 1890
NeustadtlSchachtalk mit GM Philipp Schlosser, 22. September 2017 zur Studie von 1907
Literatur
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Dvoreckij DvoreckijMark Dvoreckij: Die Endspieluniversität. Essentielles Endspielwissen für Amateur und Profi. München: Jussupow Schachakademie, 2010. 4., korrigiert u. stark erweitert überarbeitete Auflage. Gebunden, 518 Seiten derzeit (10/2017) bei amazon nicht erhältlich

Lamprecht DvoreckijKarsten Müller & Frank Lamprecht: Fundamental Chess Endings: A New One-volume Endgame Encyclopaedia for the 21st Century. London: Gambit, 2001. Broschiert, 416 Seiten Lamprecht
Karsten Müller & Frank Lamprecht: Grundlagen der Schachendspiele. London: Gambit, 2003. Broschiert, 432 Seiten.
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 2.10.2017