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Abschiebeminister
Deutsche Abschiebeminister
Die Gnadenlosen und ohne christliche Barmherzigkeit, gewählt von Jugendlichen – Abschiebeminister Links
Jugendliche ohne Grenzen wählten Joachim Herrmann, CSU, zum Abschiebeminister 2017

Joachim Herrmann, CSU, zeichnete sich schon oft durch brutale Härte gegenüber Flüchtlingen aus. Dafür wurde er bereits 2011 und 2013 als „Abschiebeminister des Jahres“ geehrt. Er konnte seine Inhumanität in den Folgejahren noch steigern und wurde – völlig zurecht – auch 2017 wieder „Abschiebeminister des Jahres“.

AbschiebungJugendliche ohne Grenzen wählen Joachim Herrmann zum Abschiebeminister 2017, JoG – PM 13. Juni 2017

Joachim Herrmann, CSU,  gewann und schon trudeln die "Lobpreisungen" ein

Betreff: Preisverleihung
Sehr geehrter Herr Innenminister Herrmann,

wie ich soeben erfahren durfte, wurden Sie gestern zum Abschiebeminister 2017 gewählt. Ich möchte Ihnen dazu herzlich gratulieren.

Seit im Herbst 2015 die vielen Flüchtlinge in unser Land durften, haben Sie kontinuierlich daran gearbeitet, sich irgendwann diesen begehrten Titel zu holen. Wenn man bedenkt, wieviele Anstrengungen dafür nötig waren! Am Anfang waren die Bürger ja offen und empfingen diese Menschen wohlwollend und weitgehend mit Nächstenliebe. Wie schrecklich muss das für Sie gewesen sein! Monatelange Aufklärungsarbeit Ihrerseits war nötig, um diesen irregeleiteten Mitmenschen die Augen zu öffnen und zu zeigen, wie gefährlich muslimische Flüchtlinge in Wirklichkeit waren. Dass man diese Flüchtlinge unbedingt mit Straftätern gleichsetzen musste!
Nachdem Ihnen das mit immensem Kraftaufwand und unermüdlicher Arbeit gelungen war, mussten Sie sofort eine Sicherheitsdebatte entfachen, wie man sich gegen diese Straftäter und Terroristen zu schützen hätte. Die Bürger waren Ihnen, nachdem Sie ihnen erfolgreich die Angst einpflanzen konnten, dankbar, dass immer wieder neue Gesetzesänderungen zu ihrem Schutz und ihrer Sicherheit kamen. Gleichzeitig mussten Sie aber auch so agieren, dass der Bürger nicht merkte, dass er dadurch ja auch überwacht wiurde. Auch war es sicher nicht leicht, die Presse so zu beeinflussen, dass über Straftaten von Flüchtlingen unermüdlich berichtet wurde, um weiter zu untermauern, wie gefährlich sie seien und gleichzeitig aber Straftaten von deutschen Mitbürgern eher nebensächlich zu behandeln. Dass man solche gefährlichen Menschen in ein Kriegsgebiet deportieren muss leuchtet inzwischen vielen Bürgern ein. Das ist Ihr Verdienst und es muss honoriert werden!

Es musste auch Ihre ganze Konzentration gefordert haben, die Gesetzesänderungen hinter dem Rücken der Bürger an die zuständigen Behörden weiterzugeben. So erfuhr ich im Geheimen, dass Sie eine 56-seitige Anweisung (oder waren es 65 Seiten?) an die ZABs geheim weitergaben, wie die Gesetze geheim auszulegen seien. Möchten die Flüchtlinge und ihre Helfer ihr Recht, das ihnen von Gesetzes wegen sowieso zusteht, müssen sie das erst in kostspieligen und zeitaufwändigen Verfahren einklagen. Viele geben dabei auf. Ganz in Ihrem Sinne. Genial, Herr Herrmann.

Und diese Geduldeten in Bayern, die sich über Jahre breit hier gemacht haben, um ein friedvolles Leben zu genießen! Das musste Ihnen ja in der Seele wehgetan haben. Doch nicht mit Ihnen! Ich verstehe, Sie mussten sich wehren! Mit großartigen Schach- und Winkelzügen ließen Sie gut Integrierte, werdende Väter, Kranke, Selbstmordgefährdete, Verlobte, hier in Deutschland Aufgewachsene von Ihrer Polizei verhaften und in ein Land deportieren, das nicht nur von Krieg und Terror beherrscht wird, sondern in dem ein menschenwürdiges Leben nicht mehr möglich ist. Und es ist Ihnen gelungen was Sie vorhatten, Sie haben Angst und Schrecken verbreitet, keiner soll sich mehr sicher fühlen! Großartig!! Denen haben Sie es aber gezeigt!

Sogar aus Schulen ließen Sie Flüchtlinge verhaften, damit auch die Mitschüler sehen, wer hier der Stärkere ist! Genau so geht es. Den rebellischen Jugendlichen mit Tränengas und Knüppeln zu Leibe rücken und einen Schäferhund mit Maulkorb mal kurz vor das Gesicht halten. Wenn das nicht wirkt! Dass die Jugendliche einen Nervenzusammenbruch bekam ist doch wirklich nebensächlich. Der Zweck heiligt die Mittel.

Dank Ihres unermüdlichen Einsatzes und Ihrem Weitblick ist es jetzt in Bayern so: Die Behörden, die Ihnen unterstellt sind, folgen Ihren restriktiven Weisungen. Alle Menschen, wie ich gelesen habe fordern Sie das jetzt sogar für Kinder, können  immer besser überwacht und kontrolliert werden. Muslime stehen automatisch unter Generalverdacht. Viele Bürger glauben Ihnen jetzt, dass Abschiebungen in ein Land, in dem Krieg und Terror herrschen, völlig gerechtfertigt sind. Auch Abschiebelager werden hingenommen, wo Menschen dahinvegetieren, in denen Kinder vernachlässigt werden. Rassismus wird wieder gesellschaftsfähig!

Bedenkt man dann noch, dass Sie einer Partei angehören, in der das Christliche ganz groß geschrieben wird und sieht man, wie gekonnt Sie dieses C ausklammern, als ob es keine Bedeutung hätte... Das macht Ihnen so leicht keiner nach.

Wie ich lese haben Sie sich mit 46,4 Prozent der Stimmen deutlich gegen die Innenminister Markus Ulbig aus Sachsen (30,1%), Ralf Jäger aus NRW (16,4%), Peter Beuth aus Hessen (5,5%) und Thomas Strobl aus Baden-Württemberg (1,4%) durchgesetzt.

Das haben Sie sich aber mehr als verdient. Ich meine, der Preis, den Sie errungen haben, ist mehr als gerechtfertigt. Mit diesem Sieg werden Sie die bei den nächsten Wahlen ganz sicher auch siegen. Die AFD ist längst keine Konkurrenz mehr.

In diesem Sinne.

Hochachtungsvoll

Claudia K., Flüchtlingshelferin

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch die Autorin, 15. Juni 2017

Markus Ulbig, CDU, wurde Abschiebeminister 2015

Am 3.12.2015 wurde Markus Ulbig, CDU, Innenminister Sachsen, im Rahmen eines Gala-Abends der Flüchtlingsinitiative Jugendlichen Ohne Grenzen (JoG) in Koblenz zum Abschiebeminister 2015 gewählt. Damit wurde Ulbigs lasches Vorgehen gegen rassistische Angriffe und Hetze sowie sein konsequentes Vertreiben von Ausländern.
Mit 48 Prozent der Stimmen setzte sich Ulbig deutlich gegen Innenminister Frank Henkel, CDU, aus Berlin (29%), Joachim Herrmann, CSU, aus Bayern (13%), Heinz Schröter, SPD, aus Brandenburg (9%) und Reinhold Gall, SPD, aus Baden-Württemberg (2%) durch.

Jugendliche wählen Markus Ulbig zum Abschiebeminister 2015, PM 4.12.2015

Wieder gewinnt ein Christdemokrat den Preis für Inhumanität
Thomas de Maizière, CDU, Bundesinnenminister, wurde mit deutlicher Stimmenmehrheit zum Abschiebeminister 2014 gewählt. Er erhielt die Auszeichnung für Inhumanität wegen seiner geplanten Asylrechtsverschärfung und seine öffentliche Stimmungsmache gegen Flüchtlinge aus den Balkanländern.
AbschiebungBundesinnenminister Thomas de Maizière zum Abschiebeminister 2014 gewählt, PM 12.06.2014
Hans-Peter-Friedrich, CSU, wurde 2012 zum inhumansten Innenminister gewählt. Den Negativpreis „Abschiebeminister 2012“ erhielt der Bundesinnenminister für seine Abschiebepolitik und Hetze gegenüber Roma aus Serbien und Mazedonien. Er forderte immer wieder deren pauschale Abschiebung. Zusätzlich zeigte Hans-Peter-Friedrich, CSU, seine Ignoranz gegenüber dem Verfassungsgerichtsurteil zum Asylbewerberleistungsgesetz und er verweigerte der Aufnahme syrischer Flüchtlinge.
AbschiebungHans-Peter Friedrich zum Abschiebeminister 2012 gewählt, Die Welt, 7.12.2012
Die „Jugendlichen ohne Grenzen“ wählen seit 2006 jedes Jahr anlässlich der Innenministerkonferenz den „Abschiebeminister des Jahres“. Hier sind die Gewinner:
2017
Joachim Herrmann, CSU, Bayern
2016
Karl-Heinz Schröter, SPD, Brandenburgs Innenminister
2015
Markus Ulbig, CDU, Sachsen
2014 Thomas de Maizière, CDU, Bundesinnenminister
2013 Joachim Herrmann, CSU, Bayern
2012 Hans-Peter-Friedrich, CSU, Deutschland
2011 Joachim Herrmann, CSU, Bayern
2010 Thomas de Maiziére, CDU, Deutschland
2009 Uwe Schünemann, CDU, Niedersachsen
2008 Christoph Alhaus, CDU, Hamburg
2007 Uwe Schünemann, CDU, Niedersachsen
2006 Dr. Günther Beckstein, CSU, Bayern
Es fällt auf, dass die allermeisten geehrten Abschiebeminister sogenannte Christen sind. Gemeinhin wird Christsein mit Nächstenliebe verbunden:
  • Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Lev 19,18
  • Jesus: „Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ Mk 12,31
Aber es ist bekannt, dass insbesondere die katholischen Christen die Bibel weitgehend ignorieren.
Links
AbschiebungAbschiebeminister der Vergangenheit
AbschiebungJugendliche ohne Grenzen | Fighting for Bleiberecht since 2005
AbschiebungSchwerpunkt: Abschiebung
 

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