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Keine IHK bedeutet mehr Staat
Argumente gegen „Keine IHK bedeutet mehr Staat“
Südkurier, 27. Juli 2012 – ihk Links
Missverständnisse über das Zwangsinstrument IHK sind nicht auszuräumen
Fast täglich argumentieren IHK-Funktionäre und Politiker für die Zwangsmitgliedschaft und unterliegen dabei den uralten Missverständnissen. Angesichts der Penetranz dieser Missverständnisse muss man schon Vorsatz unterstellen. Den die Argumenten gegen die Zwangsmitgliedschaft in Partei, Verein, Religion oder Kammer hat man nicht Brauchbares entgegen zu setzen, also argumentiert man immer wieder mit „Keine IHK bedeutet mehr Staat“.
Mein Leserbrief zu „Keine IHK bedeutet mehr Staat“, Südkurier, 27. Juli 2012, vom 29. Juli 
Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben, und sein Stellvertreter Wolfgang Bohnert unterliegen zahlreichen Missverständnissen.
Sie meinen, die IHK vertrete die gesamtwirtschaftlichen Interessen in einer Region.
Die wirtschaftlichen Interessen in einer Region sind aber so unterschiedlich, dass sie in nahezu keinem Fall von einer einzigen Organisation vertreten werden können. Meist vertreten die IHK die Interessen der grossen Firmen, so sind sie für gigantische Projekte wie Stuttgart21, die Zerstörung des Isentals (Bayern), die dritte Startbahn am Flughafen München usw. All dies läuft den Interessen vieler kleiner Firmen zuwider.
Jany und Bohnert meinen, dass die IHK preiswerter arbeite, als wenn der Staat dies selber machen würde. Dabei gehen sie vom Missverständnis aus, dass es zur Zwangsorganisation IHK nur die Alternative Staat gäbe. Die von Jany und Bohnert genannten Aufgaben lassen sich aber auch ebenso preiswert von einem freiwilligen Zusammenschluss der Firmen durchführen. Das ging selbst bei so umfassenden Organisationen wie der Post und Bahn.
Beide waren staatlich, wurden privatisiert und erledigen zahlreiche Aufgaben für den Staat. Niemand ist gezwungen Aktionär der Post zu werden oder einem Verein der Bahnfreunde beizutreten. Trotzdem fahrt die Bahn mit Gewinn für alle und die Post arbeitet hervorragend. Auch in anderen Bereichen funktioniert die Freiwilligkeit ohne Staat problemlos, man denke beispielsweise an Feuerwehren.
Die Behauptung Janys „Die Abschaffung der IHKs bedeutet nicht mehr Freiheit für den Gewerbetreibenden, sondern mehr Staat“, mag ja zutreffen, beruht aber auf der nachgewiesenen falschen Alternative. Richtig ist: „Die Abschaffung des Zwangsbeitritts zur IHK bedeutet Freiheit für alle Gewerbetreibenden“.
Ein letzter Punkt: Die IHK zeigen immer da Wirkung, wo sie bestehende Interessen der Politik unterstützen. Dafür kommen sie den Politikern gelegen. Wenn sie dagegen – wie Jany erläutert – für  Steuervereinfachungen sind, erreichen sie seit Jahrzehnten das Gegenteil: die Steuerkomplexität nimmt jährlich zu.
Es bleibt dabei: Der Zwang einer Partei, Verein, Religion oder Kammer beizutreten ist unnötig, undemokratisch und gegen die Menschenwürde.
Links
ihk IHK – Zwangsinstrument
IHK„Keine IHK bedeutet mehr Staat“, Südkurier 27. Juli 2012
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