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IHK
Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung vom 3.2.2002
veröffentlicht in der SZ Ausgabe vom 13.3.2002
Veröffentlicht in der SZ Ausgabe vom 13.3.2002 wurde:
IHK Verweigerer wollen zum EuGH Süddeutsche Zeitung 2./3. Februar
Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Zwangsmitgliedschaft in der IHK für rechtens. Dabei ging es von der Meinung aus, die IHK sei die Vertretung der gewerblichen Wirtschaft. Das ist falsch. Die IHK vertritt die Interessen der Großindustrie und allenfalls des Mittelstandes. Man sehe sich nur die Liste der Vollversammlung auf der IHK für München-Oberbayern an: Es sind ausgewählte Vertreter der Groß- und Mittelindustrie und Parteigänger der CSU.
Meine Interessen als Kleingewerbetreibender können von der IHK gar nicht vertreten werden, da sie von dieser nicht einmal abgefragt werden. Es gibt auch kein IHK Organ, das Interessen von Kleingewerbetreibenden überhaupt entgegen nimmt. Durch meine Mitgliedschaft trage ich zur Untergrabung meiner eigenen geschäftlichen Existenz bei. Das ist ungefähr so, als müßten alle Metzger zwangsweise einem Vegetarierbund beitreten und der würde dann im Namen aller Mitglieder fleischlose Kost propagieren.
IHK Verweigerer wollen zum EuGH Süddeutsche Zeitung 2./3. Feb. 2002, S.24
Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Zwangsmitgliedschaft in der IHK für rechtens. Dabei ging es von der Meinung aus, die IHK sei die Vertretung der gewerblichen Wirtschaft. Das ist falsch. Die IHK vertritt die Interessen der Großindustrie und allenfalls des Mittelstandes.
1) Man sehe sich nur die Liste der sogenannten Vollversammlung auf der IHK Webauftritt an: http://www.muenchen.ihk.de/service/ueberbl/vollvers.htm . Es sind ausgewählte Vertreter der Groß- und Mittelindustrie und Parteigänger der CSU.
2) Meine Interessen als Kleingewerbetreibender können von der IHK gar nicht vertreten werden, da sie von dieser nicht einmal abgefragt werden.
3) Es gibt auch kein IHK Organ, das Interessen von Kleingewerbetreibenden überhaupt entgegen nimmt.
Die Bündelung der Interessen, von der BIHK Präsident Claus Hipp im Kommentar zur Karlsruher Entscheidung am 17.1.2002 sprach (http://www.muenchen.ihk.de/service/aktuell/2002/pm520.htm ), sind also nur die geballten Interessen einiger weniger. Durch ihre Forderungen schadet die IHK einzelnen Mitgliedern enorm, ohne daß jene etwas dagegen unternehmen können. Schlimmer: die Öffentlichkeit und das Bundesverfassungsgericht erhalten den falschen Eindruck, die IHK vertrete alle. Durch meine Mitgliedschaft trage ich zur Untergrabung meiner eigenen geschäftlichen Existenz bei. Das ist ungefähr so, als müßten alle Metzger zwangsweise einem Vegetarierbund beitreten und der würde dann im Namen aller Mitglieder fleischlose Kost propagieren.

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 14.3.2002