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Beethoven

Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten. Schwerpunkt Gesamteinspielungen

„Das Neue Testament aller Klavierspieler“ (Hans von Bülow)

Beethoven LinksBeethoven LiteraturBeethoven CDs
Joachim Kaiser nahm folgende Gesamteinspielungen in das Schallplattenverzeichnis von Kaiser (1978) auf:
  • Claudio Arrau (Phonogram)
  • Wilhelm Backhaus (Decca)
  • Daniel Barenboim (EMI)
Seitdem kamen viele exzellente Einspielungen dazu.
Beethoven
András Schiff gab wunderbare Lektionen zu Beethovens Sonaten in der Wigmore Hall, London (2004-2006). Siehe unter Beethoven Links.

Pianist Herbert Schuch über Beethoven

„Bei Beethoven ist es erstaunlich, wie viele Möglichkeiten einem da eröffnet werden, am Schluss soll es aber dann genau die eine Möglichkeit sein, die man selber am besten findet, und das herauszufinden, da reicht ein Leben eigentlich gar nicht – und ein Jahr sowieso nicht.”

Schuch „Zuviel Beethoven gibt‘s nicht“, OVB, 29.1.2020



Igor Levits Klavierpodcast – 32 x Beethoven
Im Jubliäumsjahr für Beethoven (im Jahr 2020 wäre Beethoven 250 Jahre geworden) gab es viel Beethoven in den Medien. Vor allem gab es einen Podcast über Beethovens 32 Klaviersonaten mit Igor Levit und Anselm Cybinski. Siehe Beethoven Links

Sonaten Nr. 1, 2 und 3, op. 2.1, 2.2. und 2.3
Die ersten drei Podcastfolgen für die ersten drei Sonaten Opus 2 haben imTitel:
  • „Beethovens Visitenkarte: »Ich bin da!«”
  • „Das komponierte Glatteis”
  • „Ein verkapptes Klavierkonzert”.
Das trifft die Nägel auf den Kopf. Beethoven bricht mit diesen drei Sonaten in die musikalische Welt Wiens (und damit der damaligen Welt) als vollendeter Komponist hinein.
Ich weiß nicht, welche der drei Sonaten mir am besten gefällt: sie sind alle drei hervorragend.
Ich weiß allerdings jetzt, dass nicht mehr Friedrich Gulda mein Maß aller Dinge ist. Rudolf Buchbinder spielt die drei Sonaten ebenfalls hervorragend, Igor Levit natürlich auch.
In einem der Podacsts (oder woanders) kam der Gedanke auf, dass man Mozart nur auf eine Art spielen kann: Abweichungen links oder rechts gehen fehl.
Bei Beethoven sind mehrere Spielweisen möglich und gerechtfertigt.


Sonate Nr. 3 in f-Moll, op. 2.3

Allegro con brio – Adagio – Scherzo, Allegro – Allegro assai

Von Zeit zu Zeit werde ich nach einem Musikstück süchtig – wobei süchtig vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist: ich will es nahezu täglich anhören, es geht mir täglich mehrmals im Kopf herum. Der erste Satz dieser Sonate ist so ein Musikstück.

 BeethovenErik Reischl: Beethovens Klaviersonate op.2 Nr.3, "Die doppelte Sonate". Eine geschichtliche und formale Untersuchung


Sonate Nr. 5 in c-Moll, op. 10.1

Allegro molto e con brio – Adagio molto – Finale, Prestissimo

Bei dieser Sonate liegt Egbert Grape (Solo-Pianist beim Westdeutschen Rundfunk) bei allen drei Sätzen (diese Sonate ist dreisätzig) leicht falsch.
  1. Zum 1. Satz: „Im Vortrage bietet der Satz keine Schwierigkeiten, man achte nur auf die selbst für Beethoven besonders häufigen und jähen Gegenüberstellungen von ff und p”.
  2. „Der zweite Satz: molto adagio gehört wohl nicht zu den schönsten langsamen Sätzen Beethovens”.
  3. „Der dritte Satz: Finale prestissimo ist meines Erachtens der bedeutendste der Sonate”. (Grape 1928, S. 10)
Zu 1.: ich kann das kaum beurteilen, „keine Schwierigkeiten” scheint mir jedenfalls verfehlt. András Schiff urteilte: „Opus 10 is by no means easy to play” (Lektionen zu Beethovens Sonaten in der Wigmore Hall)
Zu 2.: unterschwellig wird hier behauptet, der zweite Satz sei nicht so besonders. Das ist falsch.
Zu 3.: das ist nicht falsch, da mit "meines Erachtens" Egbert Grape ausdrücklich subjektiviert hat. Ich setze dagegen: meines Erachtens ist der erste Satz der bedeutendste dieser Sonate.
Ich finde die drei Sätze grossartig.
Schon der Einsatz zu Beginn der Sonate ist eine entscheidene Stelle. Bei Friedrich Gulda gelingt der glasklar, nicht holperdiepolter. Der erste Satz bringt dann eine Fülle von Themen und Motiven.
Frappierend ist für mich, wie der 3. Satz am Ende verklingt.

Sonate Nr. 7 in D-Dur, op. 10.3

Sonate Nr. 13 in c-Moll, op. 27.1


Sonate Nr. 29 in B-dur, op. 106



Mir vorliegende Gesamteinspielungen


Wertungsskala: –, * ... *****, im Einzelfall darüber hinaus

Alfred Brendel – VOX 1962
****

Rudolf Buchbinder – Teldec 1979-81
*****

Friedrich Gulda – Amadeo 1967
*****

Wilhelm Kempff ****


Links
BeethovenLudwig van Beethovens Klavierwerke - Klaviersonaten – Wikipedia
BeethovenBeethoven, Klaviersonaten: Referenz
BeethovenMarkus Brandstetter: Rudolf Buchbinder spielt die Beethoven-Sonaten neu und live ein
BeethovenBernd Grill: Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Die 32 Klaviersonaten (Standardrepertoire), 3. Januar 2017
BeethovenHörtest – Durch das Hochgebirge: Die Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, Rondo
Beethoven32 x Beethoven - Ein Klavierpodcast mit Igor Levit, BR 2020
BeethovenAndras Schiff: Beethoven 32 Sonatas (Andras Schiff lectures) – Wigmore Hall, London, 2004–6
Beethoven Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 29 B-dur op. 106 Hammerklavier-Sonate
Beethoven Zu Werken, Büchern und Verschiedenem der Klassischen Musik

Literatur
Grape, Egbert (1928): Beethovens Klaviersonaten. Auszug aus den Rundfunkvorträgen von Egbert Grape. Köln: Rufu.
Kaiser, Joachim (1978): Große Pianisten in unserer Zeit. 4., erweiterte Auflage. München, Zürich: Piper.
Oehlmann, Werner (1974):  „Die Sonaten”, in: Werner Oehlmann, Hg.: Reclams Klaviermusikführer: Band 1. Frühzeit, Barock und Klassik. Stuttgart: Reclam. Unter Mitarbeit von Christiane Bernsdorff-Engelbrecht. Zweite Auflage. S. 628-755

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Hinrichsen BeethovenHans-Joachim Hinrichsen: Beethoven. Die Klaviersonaten. Bärenreiter, 2013. Gebunden, 464 Seiten Huizing
Jan Marisse Huizing: Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten: Interpretation und Aufführungspraxis (Studienbuch Musik). Mainz: Schott, 2012. Taschenbuch, 270 Seiten Beethoven
Kaiser BeethovenJoachim Kaiser: Beethovens 32 Klaviersonaten und ihre Interpreten. Frankfurt: Fischer, 1999. Taschenbuch, 660 Seiten Mauser
Siegfried Mauser: Beethovens Klaviersonaten: Ein musikalischer Werkführer. C.H.Beck, 2009. Taschenbuch, 160 Seiten Beethoven
Schiff BeethovenAndrás Schiff: Beethovens Klaviersonaten und ihre Deutung. "Für jeden Ton die Sprache finden...": András Schiff im Gespräch mit Martin Meyer. Beethoven-Haus, 2007. Gebunden, 112 Seiten Uhde
Michael Uhde, Jürgen Uhde: Beethovens 32 Klaviersonaten. Stuttgart: Reclam, 2012. Broschiert, 1056 Seiten Beethoven
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Alfred Brendel
Brendel Klaviersonate The Complete Vox,Turnabout & Vanguard Solo Recordings. Brilliant Classics 35 CD-Box Brendel
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Hammerklavier KlaviersonateGulda spielt Beethoven: Klaviersonaten 1–32 & Klavierkonzerte 1–5. 12 CD-Box Universal. Hammerklavier
Gulda spielt Beethoven: Klaviersonaten 1–32. 9 CD-Box, Amadeo Beethoven

Wilhelm Kempff
Kempff
Beethoven Milestones of a Legend.  Documents 2018. 14 CD-Box. Aufnahmen von 1950-1959. Klaviersonaten Nr. 1-32; Violinsonaten Nr. 1-10 & Wolfgang Schneiderhan (Violine)



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