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Lärm
Flughafen und Lärmbelästigung, dritte Startbahn
Der Flughafen Franz Josef Strauss München als Umweltfrevler – flughafen Linksflughafen Literatur
Anteilseigner an der Flughafen-München-Gesellschaft (FMG):
Freistaat Bayern 51%, Bundesrepublick Deutschland 26%, Stadt München 23%
Bekannter Zick-Zack-Kurs der CSU auch bei der dritten Startbahn – Vom blühenden Unsinn der CSU

  • 2012 –
    In einem Bürgerentscheid votierte die Münchner Bevölkerung gegen die dritte Startbahn am Flughafen München
  • vorm Dezember 2015 –
    Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, fand eine dritte Startbahn am Flughafen München aufgrund der Flüge unbegründet: „Aus den Flugbewegungen der Gegenwart lässt sich eine Begründung der dritten Startbahn nicht ableiten”.
  • Dezember 2015 –
    Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, ließ seinen Sprecher Staatskanzlei-Minister Marcel Huber, CSU, nach einer Kabinettssitzung einen zweiten Bürgerentscheid zum Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München als "blühender Unsinn"zurückweisen.
  • April 2016 –
    Die Bürger hatten 2012 nicht so abgestimmt, wie es die regierenden Politiker wollten, deshalb soll es einen neuen Bürgerentscheid im Streit um den Ausbau der dritten Startbahn geben.
    Horst Seehofer zur Parteizeitung Bayernkurier: "Ich möchte, dass wir ein Verfahren finden, dass wir dann, wenn die Entwicklung der Starts und Landungen am Flughafen dies rechtfertigt, die Bevölkerung noch einmal entscheiden lassen."
Sollten die Bürger wieder gegen den Gigantonismus aus der bayerischen CSU–Staatsregierung sein, kann man ja ein drittes Mal, und ein viertes Mal, und zweijährlich grüßt das Murmeltier, ...
StartbahnSeehofer setzt auf neuen Bürgerentscheid zur Startbahn, SZ 30. April 2016 – Seehofer will Startbahn-Entscheid, OVB, 30.4.2016, S. 1 – flughafen CSU im Zick-Zack-Kurs und Rolle rückwärts
Meinungsbildung der CSU-Fraktion auf Einladung der FMG und Lufthansa

  • Ende Oktober 2015
    Nach jahrelanger Diskussion will sich Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, vor Ort sachkundig machen. (Es bleibt unklar, auf welcher Grundlage die Politiker vorher diskutierten.) Seehofer bekundet am Ende der Bürgeranhörung: "Im Augenblick kann man feststellen, dass sich aus der Zahl der aktuellen Flugbewegungen eine Notwendigkeit für die dritte Start- und Landebahn nicht ergibt."
  • Viele Startbahngegner überhörten das „im Augenblick” und vergassen, dass Horst Seehofer als „Hochgeschwindigkeits–Seitenwechsler” (SZ, 26.11.2015, S. 53) gilt.
  • Seehofer bat sich aus: Drei bis vier Wochen solle man ihm noch Zeit geben.
  • Anfang Nov. 2015
    luden Flughafengesellschaft München (FMG) und die Lufthansa die CSU-Landtagsfraktion in ein Münchner Restaurant mit feiner französischer Küche ein, zu einem sog. parlamentarischen Abend. Solche Lobby-Abende dienen der Meinungsbildung bei Politikern. Dabei kursierte ein CSU-Antrag für den Bau der 3. Startbahn. Honi soit qui mal y pense (wörtlich „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“)
  • 25. Nov. 2015 CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer verkündete: Entscheidung über den Bau der dritten Startbahn am Münchner Flughafen wird auf nächstes Jahr verschoben. Nach Jahren der Diskussion um die dritte Startbahn benötigen die Langsamdenker in der CSU immer noch Zeit zur Diskussion. Die Abgeordneten waren entweder zu träge oder folgten der Startbahnlobby oder waren und sind überfordert. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer: "Wir können das Thema problemlos auch im Februar oder März beraten. Wichtig ist uns, dass ausreichend Zeit für die Diskussion in der Fraktion da ist."
  • 26. Nov. 2015 Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU will an seinem Zeitplan – Entscheidung noch vor der Weihnachtsfeier der Landtagsfraktion CSU – festhalten, meldet der BR. Die SZ meldet dagegen: Ob Seehofer seinen Vorschlag noch vor Weihnachten oder erst im neuen Jahr unterbreitet, will er nicht sagen.
StartbahnSeehofer bei Startbahngegnern "Eure Argumente sind stark" , SZ, 29.10.2015 – StartbahnDemontage des Ministerpräsidenten – CSU bremst Seehofer: Startbahn-Entscheidung verschobenStartbahnDritte Startbahn in München - Seehofer will an seinem Zeitplan festhalten, BR 26. Nov. 2015 – StartbahnDritte Startbahn
"Das kann ein Ministerpräsident nicht alleine entscheiden"
, SZ 26.11.2015 – StartbahnMachtkampf in der CSU
Huber führt den Aufstand gegen Seehofer an
, 13. November 2015 – flughafen "Honi soit qui mal y pense"

„Ich schäme mich inzwischen, ein Bayer zu sein, denn das hier ist eine Bananenrepublik“
Startbahn
„Ich schäme mich inzwischen, ein Bayer zu sein, denn das hier ist eine Bananenrepublik“, meint Ludwig Grüll, Privatkläger gegen die weitere Zerstörung Oberbayerns.
Die Bürgerinnen und Bürger Münchens haben sich im Jahr 2012 in einem Bürgerentscheid gegen eine dritte Startbahn entschieden. Doch das ficht die CSU nicht an.
  • „Wir brauchen die dritte Startbahn“, tönt Thomas Kreuzer, CSU
  • „Ich stehe zum Flughafen München und zur 3. Startbahn“, Joachim Herrmann, CSU
Finanzminister Markus Söder, CSU, kraft Amtes Chef des Aufsichtsrats in der Flughafen München GmbH (FMG) ist ebenfalls für die weitere Zerstörung Oberbayerns und zwar „möglichst schnell“. Er verfügt offensichtlich über zuviel Geld, das irgendwie ausgegeben werden muss. Für Arme, Alte, Behinderte, Kinder, Bildung, Familien, Flüchtlinge oder Heimatvertriebene freilich will er es nicht ausgeben.
StartbahnEine Watschn, die nicht schmerzt, OVB, 16.7.2015, S. 3 – "Ich schäme mich inzwischen, ein Bayer zu sein", SZ, 16.7.2015, S. 46
CSU im Bayerischen Landtag beharrt auf dritter Startbahn: die Heimat muss weiter zerstört werden
Entgegen dem ausdrücklichen Wunsch und Auftrag der Bevölkerung
  •  im Münchner Bürgerentscheid vom Juni 2012 lehnte eine Mehrheit den Bau der 3. Startbahn ab
  • eine Petition forderte mit 82 000 Unterzeichner den Stopp des Projekts 3. Startbahn
lehnte die CSU im Landtag einen Stopp des Projekts dritte Startbahn ab. Nur die drei CSU-Abgeordneten Florian Herrmann (Freising), Bernhard Seidenath und Anton Kreitmair (beide Dachau) sowie Umweltministerin Ulrike Scharf, CSU, stimmten mit der Opposition gegen die Heimatzerstörung. Insbesondere Finanzminister Markus Söder, CSU, setzte sich dafür ein, viel Geld für die dritte Startbahn auszugeben. Die Abgeordnete Katharina Schulze, Die Grünen, nannte Söder daraufhin einen „Heimatzerstörungsminister“.
StartbahnCSU lehnt Stopp der 3. Startbahn ab, OVB 4.2.2015, S. 1
Heimatminister Markus Söder, CSU, hält die weitere Zerstörung Bayerns für sinnvoll
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat alle 16 Klagen gegen die umstrittene dritte Start- und Landebahn am Flughafen München vom Tisch gewischt. Bayerns Finanzminister Markus Söder, CSU, hält die Milliarden teure „Zerstörung Bayerns“ (Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern) für grundsätzlich sinnvoll. Auch Josef Schmid, CSU, steht dem Bau einer dritten Startbahn „aufgeschlossen gegenüber“.
Die Münchner Bürger hatten den Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München mit einem Bürgerentscheid abgelehnt.
StartbahnBahn frei für den Flughafen, OVB, 20.2.2014, S. 1 – StartbahnDritte Startbahn, SZ
Markus Söder, einer der Heimatzerstörer bei der CSU
  • Derselbe Richter, der schon die Zerstörung der bayerischen Heimat durch den Bau der A94 entschieden hat, wird auch über die 3. Startbahn entscheiden. 
    „Ich kriege heute noch Gänsehaut, wenn ich mich daran erinnere, wie rigoros er 184 Beweisanträge von uns mit einem Schlag abgelehnt hat.“
  • Gesundheitsrisiken wurden vom Tisch gewischt: die Menschen sind unwichtig.
    „Zu Gesundheitsrisiken hieß es „nicht ernsthaft erschüttert“. Und dann fügte der Richter noch an: Und wenn jetzt jemand was sagt, lasse ich den Saal räumen.“
  •  80 000 Unterschriften gegen die Startbahn wurden bislang vom Landtag ignoriert: die Menschen sind unwichtig.
  • „Wir reden mit allen, sogar mit Heimatminister [Markus] Söder, der als Chef vom Aufsichtsrat für mich ein Heimatzerstörer ist. Da schüttelt’s mich.“
Helmut Binner vom Bündnis „Aufgemuckt“, das sich für die bayerische Heimat einsetzt.
Flughafen3. Startbahn: „Wir wollen ein definitives Ende“, OVB, 15.2.2014, S. 7
Münchner Bürgerentscheid stoppt Gigantomanismus doch nicht:
Trotz zahlreicher Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss, dem Bürgerentscheid der Münchner gegen die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen und dem Wunsch zahlreicher betroffener Bürger  hält die Staatsregierung weiter an dem gigantischen Projekt Dritte Startbahn fest. Verkehrsminister Martin Zeil, FDP, schert der Bürgerwille und die demokratisch Abstimmung contra Dritte Startbahn wenig. Die Akzeptanz in der Bevölkerung zählt für ihn nicht. Er setzt sich weiterhin für den Bau der dritten Bahn ein. Die Bayerische Staatregierung setzt weiter auf Zerstörung der bayerischen Heimat.
PM 287 der Bayerischen Staatskanzlei Bericht aus der Kabinettssitzung, 23. 7. 2013 – flughafen Heimat
flughafen Hybris der (gescheiterten) Grossprojekte in Bayern

Münchner Bürgerentscheid stoppt Gigantomanismus doch nicht: 
Markus Söder, CSU, verschleudert gegen den Bürgerwillen 175 Millionen €

Die Münchner Bürger sagten in einer Befragung „Nein“ zum Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München. Die Politiker (Aufsichtsräte beim Flughafen München) juckt das wenig: das Projekt um die dritte Startbahn wird weiter vorangetrieben. Finanzminister Markus Söder, CSU, gleichzeitig Flughafen-Aufsichtsratschef, läßt das Geld millionenweise ausgeben.
FlughafenProjekt kostet weiter Zeit, Geld und Nerven, BR 6.07.2012 – flughafen Verschwendung von Steuergeldern
–  FlughafenStartbahn kostete schon 175 Millionen, OVB 20.09.12, S. 1

Münchner Bürgerentscheid stoppt Gigantomanismus
Am 17. Juni 2012 sagte die Mehrheit der Münchner Bürger „Nein” zum weiteren Ausbau des Flughafens. Christian Ude, SPD, bisher Befürworter des gigantischen Ausbaus, will das Bürgervotum respektieren. Host Seehofer und Markus Söder, beide CSU, ist der Wille der Münchner Bürger egal. Sie wollen das Projekt weiterverfolgen. Auch die FDP juckt die Ablehnung durch die Bürger wenig.
"Münchner stoppen Bau der dritten Startbahn. Bürger lehnen milliardenteure Erweiterung des Flughafens ab. Oberbürgermeister Ude: Das Projekt ist vom Tisch", SZ, 18. Juni 2012, S. 1
Die bayerische Staatsregierung bekennt sich zur dritten Startbahn
„Die dritte Startbahn ist eine der großen Fragen, an denen sich die Zukunft des Landes entscheidet.” Markus Blume, CSU, Kreisverband München-Ost, in: "Die Tannenbaum-Connection", OVB, 11.8.2012, S. 2; siehe auch: flughafenHeimatzersörung.
Finanzminister Dr. Markus Söder, CSU: „Der Bau der 3. Start- und Landebahn ist eine
unverzichtbare strategische Zukunftsinvestition.”
Das sagte die CDU/CSU vor wenigen Monaten auch noch von der Atomenergie, dann gab es eine 160 Grad Kehrtwende.
Wirtschaftsminister Martin Zeil, FDP: „Der Flughafen München ist für Bayern ein
unverzichtbarer und strategisch wichtiger Standortfaktor.”
Das hindert die Minister der bayerische Staatsregierung nicht an einer glatten Lüge: Das Thema Lärmschutz hat für die Bayerische Staatsregierung oberste Priorität.
PM 197 der Staatskanzlei Bericht aus der Kabinettssitzung vom 13. Juni 2012 Teil 1
Ablehnung der dritten Startbahn
Die Freien Wähler FW im bayerischen Landtag lehnen die dritte Startbahn am Flughafen München strikt ab. Die Politik dürfe "nicht noch mehr Finanzmittel in diesen Flughafen versenken", so Manfred Pointner, der finanzpolitische Sprecher der FW. "Freie Wähler auf Konfrontationskurs", OVB, 11.1.2011, S. 7
Weitere Erörterungstermine für Bürger zur 3. Startbahn abgelehnt – Basta!
Im laufenden Genehmigungsverfahren für die 3. Start- und Landebahn am Flughafen im Erdinger Moos lehnte die Regierung von Oberbayern weitere Erörterungstermine ab. Man vergleiche zum Protest gegen Stuttgart21: dort wird den Demonstrierern vorgeworfen: Warum habt ihr euch nicht ins Genehmigungsverfahren eingeschaltet? Antwort: weil die Genehmigungsverfahren schnell durchgepeitscht werden und baldigst weitere Erörterungstermine abgelehnt werden.
Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die Ablehnung scharf. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bevölkerung“, erklärt der Freisinger Abgeordnete Christian Magerl. Damit werde die „Basta-Politik“ der vergangenen Jahre fortgesetzt. „Die immer wieder versprochene umfassende Beteiligung der betroffenen Bevölkerung findet dagegen nicht statt – auch wenn Ministerpräsident Seehofer etwas anderes behauptet.“
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, verhöhnte die Bürger sogar. Er hat angesichts der heute angekündigten Entscheidung der Regierung von Oberbayern, im Planfeststellungsverfahren für eine 3. Start- und Landebahn für den Verkehrsflughafen München, keinen weiteren förmlichen Erörterungstermin durchzuführen, deutlich gemacht, dass dadurch keine Nachteile für Startbahngegner entstehen und er selbst jederzeit für Gespräche zur Verfügung steht.
  • Diese möglichen Plauderstunden sind selbstverständlich nicht mit einem offiziellen Einspruch zu vergleichen.
  • Die Bürger wissen genau: Regierung und Abgeordnete pflegen Ignoranz dem Bürger gegenüber und Bürgerferne, wo es nur geht.
Seehofer steigerte sich: Es bleibt bei meiner Zusage an die Initiative "aufgeMUCkt", dass auch nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens das Ergebnis mit der Initiative erörtert wird. Das heißt die Ablehnung sämtlicher Einsprüche wird am Ende des Planfeststellungsverfahren der Initiative "aufgeMUCkt" und den Bürger mitgeteilt.
PM 496 der Bayerischen Staatskanzlei Seehofer zum Planfeststellungsverfahren für eine 3. Start- und Landebahn am Flughafen München 18. November 2010 – PM Grüne: 3. Startbahn - weitere Erörterungstermine abgelehnt 18. November 2010 – "Neue Anhörung zum Flughafen abgelehnt", SZ 19.11.2010, S. 43
"Die Expansionspläne des Flughafens sind von der Realität eingeholt worden", sagte der umweltpolitische Sprecher Christian Magerl, Die Grünen. Die Gesellschafter des Flughafens – Bund, Land und Stadt München – sind dringend gefordert, die umstrittenen Ausbaupläne zu stoppen: "Die Prognosen, die dem Projekt dritte Startbahn zugrunde liegen, und mit denen der vermeintliche Bedarf begründet wird, sind längst nicht mehr haltbar."
donauPM: Grüne fordern Verzicht auf dritte Startbahn, 14. Juli 2009
Ein Wald von Transparenten und ein zweistündiges Pfeifkonzert erwartete Günther Beckstein, CSU, massgeblicher Mitinitiator der weiteren Zerstörung der bayerischen Heimat bei seiner Kundgebung in Freising. Beckstein hatte wenig Argumente und beschimpfte die etwa 1200 Gegnern der dritten Startbahn am Flughafen München und wohl auch allgemein Gegnern der CSU-Politik:
»Pfeifen« – »Pfeifenköpfe«
Beckstein versprach, dass das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern korrekt ablaufen werde. Alle 60.000 Einwände werden geprüft. Man kennt dies von anderen Verfahren: die Einwände werden pauschal vom Tisch gewischt. Noch einmal beschimpfte er die Startbahngegner, die damit argumentierten, die dritte Startbahn sei nicht nötig. Wer bestreite, dass die dritte Startbahn notwendig sei, ist "ein Dummkopf oder ein bösartig scheinheiliger Mensch". SZ, 23.8.2008, S. 49
Die Gegner einer massiven Lärm- und allgemeinen Belastung reichten nach ersten Schätzungen ein:
• 42.000 Protest-Schriftsätze bei der Regierung von Oberbayern
• 13.000 Schriftsätze bei der Stadtverwaltung Freising
Zunächst werden die Einwendungen in einer Erörterungsveranstalung diskutiert. SZ, 9.1.2008, S. 37
Dann werden sie im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens von der CSU-Regierung von Oberbayern abgelehnt werden ... Ups, na ja, das ist meine Vorhersage am 16.1.2008. Wer hält dagegen?
Das Aktionsbündnis AufgeMUCkt der aufgemucktSchutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e.V. kämpft weiter gegen die Ausweitung des Fluglärms, Bedrohung der Bürger und der Heimat. Einen guten Bericht darüber brachte das Oberbayerische Volksblatt: Hartmut Binner, pensionierter Polizist und sein Abwehrkampf gegen die geplante dritte Start- und Landebahn. OVB, 8.5.2007, S. 7
Die CSU-Regierung von Oberbayern befürwortet den Ausbau des Flughafens
Bis 2020 sollten die Passagierzahlen von jetzt 30 Millionen auf 55 Millionen fast verdoppelt werden. Die Zahl der Flüge soll von 400.000 auf 610.000 gesteigert werden. Man merkt: alle Beteuerungen, die Bevölkerungen vor Lärm zu schützen waren leere Hülsen. Zig Tausende Einsprüche gegen den Ausbau wurden vom Tisch gefegt. Gegenüber Gesundheit und Wohl der Bürger hatte Vorrang:
  • wirtschaftliche Impulse
  • positive Auswirkungen auf die Metropolregion München Nordost
  • neue Arbeitsplätze
  • stimmt mit den Zielen des Landesentwicklungsprogramms LEP der CSU-Landesregierung überein
Dagegen werden die negativen Auswirkungen in Kauf genommen:
  • erhebliche Ausweitung des eh schon unerträglichen Fluglärms
  • Eingriffe in den Wasserhaushalt und die Landwirtschaft
  • erheblicher Eingriff in den Naturraum Erdinger Moos
  • verstärkter Siedlungsdruck
  • negative Auswirkungen auf Luft und Klima
Viele Bürger, die Grünen im Landtag und viele Politiker des Umlands geben den Menschen Vorrang. Die CSU-Landesregierung und ihr Landesentwicklungsprogramms LEP geben der Technik Vorrang.
SZ, 13.3.2007, S. 42
Der Bund Naturschutz übergab der Regierung von Oberbayern 29.000 Unterschriften gegen den Bau einer dritten Start- und Landebahn am Flughafen München. flughafenFlughafen München im Größenwahn
flughafenGrüne: Massiver Protest gegen unnötige dritte Startbahn
Die Flughafen München GmbH FMG will eine dritte Startbahn bauen. Gestank, Lärm, Krankheit wären die Folge. Anfang Oktober 2006 protestierten dagegen in Freising etwa 10.000 Menschen. Das Flughafenlärmgesetz dient den Flughafenbetreibern als Freibrief für weiteren Lärm. Es schützt die Betreiber vor den Lärmschutzansprüchen der Bewohnern. Erst ab 60 Dezibel seien Schutzvorrichtungen und Entschädigungen vorgesehen. Die dritte Startbahn widerspricht auch dem Landesentwicklungsplan. SZ, 9.10.2006, S. 49
Die Bürger scheiterten gegen die Münchner Flughafen GmbH. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies die Klagen mehrerer Anwohner und Gemeinden gegen die Lockerung der Nachtflugregelung von 2001 ab. Ein anliegender Gastwirt: er müsse seinen Biergarten asu Lärmschutzgründen um 21 Uhr schliessen, die Flugzeuge dürfen jede Nacht durchgehend lärmen. Erwin Huber, CSU, rief die Kläger auf, sich in den Lärm zu fügen. SZ, 29.9.2006, S. 42
Am Donnerstag, 28.9.2006 wird sich der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erneut mit der Nachflugregelung am Münchner Flughafen befassen. Im Jahr 2001 hatte die Regierung von Oberbayern – gemäss dem CSU-Motto: Im Zweifel gegen den Bürger – das Nachtfluggebot gelockert. Dem Flughafen wurde ein Lärmkontingent zugesprochen. Der Anwalt der Lärmgegner Joachim Krauß meint, das Urteil eines Leipziger Gerichts zum Lärmschutz beim Flughafen Berlin-Schönefeld aus dem März 2006 müsse berücksichtigt werden. Dagegen meinte der Anwalt der Flughafen Müchen GmbH FMG, Volker Gronefeld, das Urteil aus Leipzig sei auf München nicht anwendbar. OVB, 27.9.2006, S. 7
Auch in Oberpfaffenhofen geht die CSU massiv gegen die Bürger vor. Der Sonderflughafen soll mit vielen negativen Folgen für die Anwohner ausgebaut werden. Mit "CSU macht krank" protestierten im September 2006 etwa 350 Bürger vor dem Festzelt beim Aubinger Herbstfest. Josef Schmid, CSU, beschwichtigt: es sei lediglich mit 16.000 Fliegern zu rechnen. SZ, 7.9.2006, S. 50
Wer rechnen kann (keine Stärke der CSU) ist im Vorteil: das ist pro Tag cirka 50 Mal Fluglärm. Man schätz ausserdem bis zum Jahr 2012 mit 33.000 Flugbewegungen pro Jahr aus! Edmund Stoiber, CSU, über den Fluglärm: "Man muss wissen, was man will". OVB, 7.9.2006, S. 11 Die CSU will ihren Ruf gegen die Bürger zu arbeiten aufrecht erhalten. flughafen In Bayern wird BÜRGERFERNE groß geschrieben
Der CSU-Ministerrat stimmte am 2.August 2005 für den Freistaat Bayern als Gesellschafter der FMG der Aufnahme von Planungen für eine dritte Start- und Landebahn zu. Zustimmungen von Bund und Landeshauptstadt München liegen bereits vor. PM 316 der Staatskanzlei: Bericht aus der Kabinettssitzung
Die Antwort des Flughafen-Aufsichtsrats auf die Bürgerbeschwerden über die Lärmbelastung:
es soll eine dritte Star- und Landebahn gebaut werden. Voraussichtlich müssen die Bürger aus Eittingermoos und Grünschwaige "umgesiedelt", d.h. vertrieben werden. Zur Vertreibung von Ausländern (flughafen Ausländer in Deutschland) und Flüchtlingen kommt nun die von Inländern. Man rechnet mit der Zustimmung der Gesellschafter Bund (Otto Schily: flughafen "Staatlich sanktionierte Vertreibung war und ist Unrecht"), Land Bayern (Wirtschaftsminister Otto Wiesheu, CSU, war noch vor 2 Jahren gegen weiteren Ausbau; flughafen CSU: unzuverlässig und wetterwendisch) und Stadt München. SZ, 27.7.05, S. 1, 41
Die lärmgeplagten Anrainer des Münchner Flughafens bekamen vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Recht: ein Urteil gegen die Bürger des Bayerischen Verwaltungsgerichts wurde aufgehoben. Es muss erneut geprüft werden, ob die lockere Verordnung von 2001 gerechtfertigt ist. Sie erlaubt, dass zwischen 22 und 6 Uhr mehr als hundert Maschinen starten und landen dürfen. Im Schnitt ist das eine Flugbewegung alle fünf Minuten. SZ, 21.4.2005, S. 46
Ludwig Wörner, SPD, MdL, Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, stellte eine Parlamentsanfrage zum neu entstandenen Lärmteppich und den Folgen im Flughafenumkreis. 1.9.2004
Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 01.09.2004
Die starke Unterstützung des Fluglärms am Flughafen Franz Josef Strauss in München durch die CSU ist kein Einzelfall.
Die Regierungsantwort 08.07.1998 Nachttiefflüge in Oberfranken, Seite: 8050, war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht.
Bei den Flughäfen in Fürstenfeldbruck und Manching kämpfte die bayerische Staatsregierung zusammen mit der IHK für mehr Flugbewegungen.
Die Landtagsabgeordnete Irmlind Berg, SPD, bezichtigte Otto Wiesheu, CSU, der Lüge. Protokoll der Landtagssitzung vom 19. Februar 1998: Die SPD-Abgeordnete konfrontierte Wiesheu bei einer Debatte zur zivilen Mitbenutzung des Fliegerhorstes dreimal mit dem gleichen Vorwurf. "Der Wirtschaftsminister hat nicht die Wahrheit gesagt ..."; "Herr Minister: Wie kommen Sie zu einer solchen Falschaussage?" und "Der Minister hat die Unwahrheit gesagt". Wiesheu forderte sie kein einziges Mal auf, diese Behauptung zu unterlassen. Für Wiesheu-Pressesprecher Thomas Bugl sind diese Vorwürfe nichts Neues. Quelle: Fürstenfeldbrucker Nachrichten vom 24./25.04.1999, S. 1.
Eingaben betreffend die zivile Mitbenutzung des Militärflughafens Fürstenfeldbruck (Az.: WI.0356.13) [Seite: 7160 ]
Das entsprechende Plenarprotokoll war am Server Bayerischer Landtag Parlamentsdokumente gelöscht.
Siehe auf dieser Webauftritt: "Das Lügengebäude unserer Politiker" und Informationen zu Otto Wiesheu.
Manfred Rothkopf, Abteilungsleiter Verkehr bei der IHK (IHK – Zwangsinstrument), zeigte sich optimistisch, daß der genehmigte zivile Flugbetrieb in Fürstenfeldbruck doch noch aufgenommen werden kann. Quelle: Fürstenfeldbrucker Neueste Nachrichten vom 21.04.1999, S. 1.
Der Münchner Flughafen raubt vielen Anwohnern den Schlaf und die Gesundheit. Hauptanteilseigner der FMG, die die Körperverletzung erhöhen will und vor Gericht recht bekam: Freistaat Bayern 51%. Alt-Bürgermeister Oskar Vincenti ist erschüttert über den Lärmterror. OVB, 9.12.2002, S.6
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte die Klagen gegen das im März 2001 gelockerte Nachtflugverbot ab. Demnach dürfen weiterhin mehr als 100 Flüge pro Nacht (vorher: 38; schon das waren durchschnittlich alle 10-12 Minuten ein/e Start/Landung) am Münchner Flughafen durchgeführt werden. Jürgen Steiner, Aktionsbündnis AufgeMUCkt, nannte den 3.12. einen "schwarzen Tag für die Bürger rund um den Flughafen München". Flughafen Franz Josef Strauss MünchenEin schwarzer Tag für die Bürger rund um den Flughafen München. Pressemitteilung
Als es vor Jahren um die Benennung des Münchner Flughafen ging, waren die Lager gespalten. Die einen dachten an den Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss und wollte einen Benennung nach der Lichtgestalt., die anderen dachten an die Zwangsinstrument IHKSkandalfigur Franz Strauss und lehnten den Namen ab. Da mischte sich Carl Amery ein und überraschte mit seiner Zustimmung für die Benennung nach Strauss. Sein Argument: ein gigantisches Objekt der Landschaftszerstörung und Umweltverschmutzung könne sehr wohl den Namen desjenigen tragen, der in zahlreiche Skandale verwickelt war, zu dessen Amigos Eduard Zwick, Karlheinz Schreiber, Diktator Pinochet u.a. zählten.
Gegen die Bürger wandte sich auch Manfred Rothkopf, IHK. Es zeigte sich wieder einmal, daß die IHK recht kurzsichtig nur die Interessen ihrer Großmitglieder und CSU-Sympathisanten vertritt. Langfristig richten sich Maßnahmen gegen die Bürger gegen die Wirtschaft.
flughafenIHK-Zwangsinstrument
Links
Arbeitsgruppe nachtflugregelungArbeitsgruppe Nachtflugregelung
Chronik - Nachtflug am Flughafen München Franz-Josef-StraußChronik - Nachtflug am Flughafen München
BUNDESVEREINIGUNG gegen FLUGLÄRM BVFBUNDESVEREINIGUNG gegen FLUGLÄRM e.V. (BVF)
HeimatHeimat und Heimatzerstörung
NachtflugNachtflug – Zum Nachtflug empfehle ich: Nachtflug zur Hölle oder Nachtflug von Antoine de Saint-Exupery
Flughafen Franz Josef Strauss MünchenPressemitteilung: Ein schwarzer Tag für die Bürger rund um den Flughafen München
Bettina Rittberger: Polt und die Biermösl BlosnRittberger, Bettina: Polt und die Biermösl Blosn ,,MUCken“ auf Aktionsbündnis organisiert Großveranstaltung zum Protest gegen die geplante Ausweitung des Nachtflugs
Schutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und UmgebungSchutzgemeinschaft Erding-Nord, Freising und Umgebung e.V.
Literatur
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Meixner Anja Meixner: Geleitete Gruppenmoderation zum Thema "Dritte Startbahn des Münchner Flughafens. - Pro und Kontra zum Mammutprojekt. Grin, 2013. Taschenbuch, 20 Seiten
Dale Brown Dale BrownDale Brown. Nachtflug zur Hölle. München: Goldmann, 2000. Broschiert, 540 Seiten Dale Brown
Dale Brown. Nachtflug zur Hölle. München: Goldmann, 1996.Broschiert, 540 Seiten Dale Brown
  oder, literarisch anspruchsvoller,  
Antoine de Saint-Exupery Antoine de Saint-ExuperyAntoine de Saint-Exupery. Nachtflug. Frankfurt: Fischer, 2000. Hans Reisiger, Übs. Broschiert, 127 Seiten. flughafen Rezension exupery
Antoine de Saint-Exupery. Nachtflug. Frankfurt: Fischer, 2000. Gebunden, 156 Seiten Antoine de Saint-Exupery
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Flughafen Lärm
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 1.5.2016