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G7 Gipfel in Elmau: der Gipfel an Heimatzerstörung und Geldverschwendung
der Gipfel an Heimatzerstörung und Geldverschwendung – Heimat LinksHeimat Literatur
Jean Ziegler zum G7-Gipfel
„Von dem, was in Heiligendamm im Jahr 2007 beschlossen wurde, wurde nichts umgesetzt. Die G7, das sind nur die Befehlsempfänger und ihre Befehle bekommen sie von den Konzernen.”
Im Gegenteil hat sich seit Heiligendamm das soziale und ökonomische Ungleichgewicht auf der Welt sogar noch verstärkt. Die Reichen wurden reicher, die Armen ärmer. Oft wurden die Armen aus ihren Ländern vertrieben und vor der Festung Europa abgewimmelt.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, SPD,
erwartet keine Antwort zu wichtigen Fragen.
Was erwarten Sie sich inhaltlich vom G7-Gipfel?
Steinmeier: „... in Elmau stimmen sich die Staats- und Regierungschefs der großen, wirtschaftsstarken Nationen über die Fragen ab, die für unsere Zukunft entscheidend sind.”
ElmauElmauer "Marionettentheater", SZ, 5.6.2015, S. 6 – Elmau„Krise? Leider ein Dauerzustand“, OVB, 5.6.2015, S. 2
Millionen Euro (*) werden verpulvert, damit sieben Politiker plus ein paar Gäste im Luxus schwelgen können und ohne Bürgerbeteiligung Abschlusserklärungen verlesen zu lassen, die zu nichts führen (**).
(*) Millionen Euro die dringend fehlen: Familien, Kinder, Senioren, Flüchtlinge, Arme, Verkehrsinfrastruktur.
(**) Auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm wurde die Kanzlerin Angela Merkel zur "Klimakanzlerin". Sie redete über den steigenden Meeresspiegel und den dramatischen Klimawandel. Zynisch könnte man sagen; beides traf ein. Klimakanzlerin

Wird das Elmauer Tal auf Dauer kommerzialisiert?

Dietmar Müller-Elmau, Gastgeber des G-7-Gipfels,  will im einst wunderbaren Elmauer Tal eine Chalet-Siedlung errichten und damit nach dem G7-Gipfel auf Dauer Reibach machen. Nach dem Landesentwicklungsprogramm (LEP) dürfte das im Außenbereich nicht geschehen. Doch eine Anfrage der Grünen  im Landtag beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen ergab, dass Müller-Elmau wohl eine "Beherbergungsbetriebsausnahme des LEP" erhalten wird. Nicht nur für die grüne Landtagsabgeordnete Claudia Stamm ist "greifbar, dass Müller-Elmau hier für die Ausrichtung des G-7-Gipfels noch einmal belohnt wird".
Gegen alle Bedenken wurde das Elmauer Tal für die wenigen Tage des G7-Gipfel dem Kommerz und der Politik preisgegeben.

ElmauStreit über Ausnahme für Luxus-Chalets von G-7-Hotelier, SZ 25. Mai 2016 – Von wegen Hüttengaudi, SZ, 28. Juni 2016, S. 35

Entwicklung des G7-Logos kostete dem Steuerzahler 80.000 Euro

Das Logo für das Plaudertreffen einiger G7-Politiker kostete den Steuerzahlern 80.000 Euro. 

Bundespresseamt, 7. Juni 2015: "Für die Logo-Entwicklung aus Anlass des G7-Gipfels und weiterer G7-Veranstaltungen sind insgesamt Kosten in Höhe von 79.964,43 € entstanden."

Wenn man das Logo sieht (etwa auf dem unten angeführten Link Spiegel Online),  erkennt man: das hätte jeder Azubi für wenige Euro hingekriegt. Mir (nicht künstlerisch begabt) wäre Ähnliches binnen 10 Minuten aus der Feder geflossen. Der Text mit "GERMANY" in grossen Lettern ist zudem großmannssüchtig, wie halt das gesamte Treffen in Elmau.
ElmauEntwicklung des G7-Logos kostete 80.000 Euro, abgeordnetenwatch 13.07.2015 – ElmauUmstrittener Gipfel: Ein G7-Logo für 80.000 Euro, Spiegel Online, 14.07.2015
„Auch wenn Umweltschützer nun den Elmauer Beschluss feiern – erreicht ist nichts.”

Das Klima-Versprechen des G7-Gipfels ist – wie zu erwarten – wenig wert. Trotzdem wird es von einigen Umweltverbänden als Durchbruch gefeiert.
  • Teil des Klima-Versprechens ist es „im Laufe dieses Jahrhunderts“ auf die Nutzung von Öl, Kohle und Gas zu verzichten. Ebensogut kann ich versprechen: im Laufe dieses Jahrhunderts werde ich den Mond in Emmentaler verwandeln. Ich bitte um Applaus.
  • Zusätzlich wurde die schrittweise „Dekarbonisierung“ angekündigt. Dazu muss man sich schrittweise von Energieträgern, die klimaschädliches Kohlendioxid (Öl, Kohle, Gas) verursachen, verabschieden. Genau das wird schrittweise seit dem Beginn des Industriezeitalters praktiziert.
Die Kommentatoren im OVB Georg Ismar und Til Huber haben daher völlig recht: „auch wenn Umweltschützer nun den Elmauer Beschluss feiern – erreicht ist nichts.”
ElmauDas heikle Klima-Versprechen, OVB, 10.6.2015, S. 2
Wer nichts erwartete kann den G7 Gipfel 2015 in Elmau als Erfolg verbuchen

Wer vom G7 Gipfel nichts erwartete wurde voll belohnt: es kam nichts Nennenswertes heraus: 360 Millionen € [G7-Gipfel kostet bis zu 360 Millionen Euro, sagt Steuerzahlerbund; wie üblich sind darin viele versteckte Kosten, z.B. Freizeitausgleich für Polizisten, nicht enthalten] oder noch mehr wurden in den Wind geblasen.
„Es beruht auf einem großen Missverständnis, von einem G-7-Gipfel mehr zu erwarten als symbolische Gesten, im besten Fall richtungweisende politische Impulse” bemerkt Richard Herzinger, Korrespondent für Politik und Gesellschaft, Die Welt, am 8.6.2015. Und weiter meinte Herzinger, wenn man nichts erwartete war das G7-Treffen in ein Erfolg auf ganzer Linie.
Es gab einige Absichtserklärungen für die nächsten Jahrzehnte (wenn keiner der G7-Teilnehmer mehr in Verantwortung steht).
  • Zum Ukraine-Konflikt wurde das verlautbart, was schon monatelang gesagt wurde: notfalls werden auch schärfere Sanktionen gegen Russland verhängt. 
  • Kampf gegen Pandemien wie Ebola: Das Gesundheitssystem in vielen Ländern muss verbessert werden. Das ist eine schon im Mai 2015 bekannte Binsenwahrheit. 
  • Klimaschutz: "im Laufe des Jahrhunderts" soll etwas geschehen. G7-Gipfel
Für Barack Obama wurde in Krün ein Trachten-Disneyland inszeniert. Er hat sicher einen schönen 2-Tagesausflug in Erinnerung.
Die G7-Staaten verbindet Wohlstand und Wirtschaftskraft. Ärmere aber bevölkerungsreiche Staaten sind daher nicht zugelassen. Die gemeinsamen Werte sind Abschottung, Ausgrenzung und Abscheu vor Armut. Deshalb wurde der G7-Gipfel mit Pomp und Prunk inszeniert.
ElmauGipfel in Elmau: Vereint gegen Russland, Spiegel.de – ElmauG7-Gipfel kostet bis zu 360 Millionen EuroElmauRichard Herzinger: Ein kräftiges Gipfel-Signal gegen Putins Aggression, Die Welt, 8.6.2015
Gigantomismus für knapp 18 Stunden Gespräche
  • 26.250 Polizisten  – 17.000 Polizisten werden laut bayerischem Innenministerium beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Einsatz sein. 10.000 von ihnen kommen aus Bayern, der Rest aus anderen Bundesländern. Joachim Herrmann, CSU, untertreibt:  vermutlich werden über 20.000 Polizisten (inklusive Bundespolizei und Polizisten aus Österreich) im Einsatz sein. In Jazz & Politik, BR2, 6.6.2015, wurden 26.250 Polizisten genannt.
    Jetzt kommt die Krone: laut Joachim Herrmann werden die 26.250 Polizisten (oder 20.000 oder 17.000) in den bayerischen Polizeistationen nicht vermisst werden. Wenn das stimmt sind sie im Alltag überflüssig.
  • 7 Kilometer Zaun um die Bevölkerung vom G7–Ritual der Mächtigen fernzuhalten.

Geheimgespräche ohne Bürger, abgeschirmt durch einen mehrere Kilometer langen Zaun

Wie üblich in der überregionalen Politik wird der Bürger beim G7-Geplaudere nahezu ignoriert. Die Gespräche in Elmau sind geheim und strengstens abgeschottet. Inzwischen wurde die Zahl der Polizisten auf 19.000 erhöht (17.000 deutsche, 2.000 österreichische). Dazu kommen zahlreiche Geheimagenten und alles wird durch einen mehrere Kilometer langen Zaun abgeschirmt.  Das erinnert an einen Zoo.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, wird Barack Obama, USA, in Krün der Öffentlichkeit vorführen. Selbstverständlich nur vor auserlesenem Publikum: wer keinen Ausweis mit Krüner Adresse besitzt erhält nicht einmal Zutritt zur Zone ums Rathaus in Krün.
ElmauDer US-Präsident besucht Krün, OVB, 5.6.2015, S. 2
G7-Gipfel ist millionenteures Geplaudere

Entscheidungen fallen beim G7-Gipfel in Elmau keine, meint Stephan Bierling, Internationale Politik, Regensburg. Trotzdem hält Bierling die G7-Luxusparty für wertvoll, weil zwei Tage lang ausführlich geplaudert wird. Irgendwie schlägt Bierling dann die Volte: die teilnehmenden Staaten werden liefern müssen (ohne Entscheidung??) und zwar in diesen Bereichen:
  • Ukrainekrise (ohne Russland?)
  • Konflikte in Syrien, Libyen und im Irak (ohne die Beteiligten)
  • Klimaschutz (ist seit Jahrzehnten eine Nullnummer; ohne China?)
  • Schutz der Weltmeere (es lachen die Hühner)
  • Kampf gegen Pandemien
  • Durchsetzung von Sozialstandards (schön wär's)
  • Antibiotikaresistenzen
  • TTIP (alle Macht – sogar mit Klagerecht! – den Konzernen: Klimaschutz und Schutz der Weltmeere sind sekundär)
Nahzu alle obigen Themen wurden durch die G7–Staaten mitverantwortlich verursacht.
Es ergibt sich vorab: ein elitärer Zirkel, der nur einen geringen Bruchteil der Weltbevölkerung vertritt, will über die gesamte Weltgemeinschaft bestimmen. Ernstlich bewirken wird er wenig. Doch mit der paradiesischen Abgeschiedenheit des Tals des Ferchenbachs wird es für immer und ewig vorbei sein. Naturschutzgebiete werden gnadenlos zerstört, wenn es die CSU will.
ElmauStephan Bierling: Club zur Verbesserung der Welt, SZ, 2.6.2015, S. 2
G7-Gipfel in Elmau 2015 wird ein ähnlicher Schlag ins Wasser wie alle vorausgegangenen Gipfeltreffen

In einem Interview tischte die Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, die üblichen Ungereimtheiten zum G7-Gipfel in Elmau auf.
Obwohl keines der bisherigen Gipfeltreffen (G8 oder G7 oder was immer) Wesentliches brachte, meinte Frau Merkel: „An Ertrag wird es nicht mangeln”. G7-Gipfel Man kann davon ausgehen, dass umgekehrt auch bei diesem Gipfel nichts Wesentliches für die Weltbevölkerung rausspringt.
Da man bei Kamingeplaudere nichts beschließen kann, verwies die Kanzlerin auf jahrelang vorausgehende Gespräche, in denen schon alles ausdiskutiert wurde. Doch wozu noch einen aufwändigen Gipfel wenn schon alles unter Dach und Fach ist?
Etwas später im Interview räumte Frau Merkel ein: „Nicht jedes Treffen kann sogleich zu einem Ergebnis führen”. Wie wahr!
Ein mögliches Ergebnis in Elmau nannte die Kanzlerin: „Wir bereiten den Klimagipfel in Paris vor”. Damit wird es lächerlich. Keiner der bisherigen Klimagipfel brachte wesentliche Verbesserungen für das Weltklima. Diese nutzlosen Klimagipfeln werden/wurden also durch Treffen der G8/G7-Staaten vorbereitet. Um ein Nichts vorzubereiten braucht es fast weniger als Nichts.
Den Fragevorwurf, dass bei den bisherigen Klimagipfel nichts erreicht wurde, bestätigte Angela Merkel freimütig: „Wir müssen beharrlich bleiben”.
Frau Merkel nahm auch zur BND/NSA-Affäre Stellung. Sie verteidigte, dass Deutschland und die USA sich gegenseitig ausspionieren und insbesonders auch der BND dabei hilft deutsche Firmen auszuspähen. Sie bestägite, dass diese Affäre ungeklärt bleibt: „Was im Zusammenhang mit Problemen bei den Nachrichtendiesnsten zu klären ist, wird geklärt”. Da nichts geklärt werden kann (sie verweigerte auch Näheres dazu), wird nichts geklärt werden.
Im Gegenteil bestätigte Frau Angela Merkel, dass BND und NSA auch weiterhin sich und ihre Partner gegenseitg ausspionieren werden.
Angela Merkel "An Ertrag wird es nicht mangeln", SZ 30. Mai 2015, S. 2
Das 150 Millionen bis 300 Millionen Euro Geplauder

Für das Geplaudere am Kamin und sonstwo neim G7-Gipfel in Elmau zahlt der deutsche Steuerzahler ca. 150 Millionen Euro. Da bei den bisherigen Gipfelgesprächen dieser Art wenig herauskam, rechtfertigen die Regierungen es mit dem Aufbau persönlicher Beziehungen. Dem ist entgegenzuhalten:
  • Die Teilnehmer(innen) an den Treffen wechseln stark von Treffen zu Treffen.
  • Persönliche Beziehungen baut man nicht in Mammutveranstaltungen auf, in denen es auf Schritt und Tritt von Bodyguards, Polizisten und Agenten wimmelt.
  • Wenn Politiker(innen) unter sich persönliche Beziehungen aufbauen wollen, dann gerne in ihrer Freizeit auf eigene Kosten.
Um zu vertuschen, dass das 150 Millionen Euro teure Vergnügen für ein paar Politiker wenig bis nichts (außer Zerstörungen der wertvollen Heimat im Werdenfelser Land) bringt, findet die G7-Luxusparty unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. das ist durchaus berechtigt: für die Bürger springt dabei eh nichts Positives heraus.

Neuere Kosten Hochrechnung gelangen zu 300 Millionen Euro, die der Steuerzahler für die Luxusparty am Fusse des Wettersteins bezahlen muss.
Für Sozialleistungen, Bildung, Kinder und Familien ist angeblich kein Geld da. All diese Behauptungen wurden mit der Finanzierung des Kamingeplauders in Elmau als Lügen entlarvt.

"Das ist der Gipfel", SZ, 23.5.2015, S. 73
17.000 Polizisten sorgen im Schlosshotel Elmau für die Sicherheit bei der G-7 Luxusparty

In Bayern und Österreich wurden für die 17.000 Polizisten insgesamt 18.000 Betten in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und staatlichen Einrichtungen gebucht. Geld dafür ist offensichtlch reichlich vorhanden: Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen, Strassen sind nicht so wichtig. Innenminister Joachim Herrmann, CSU, berichtete über die Vorbereitung für die zweitägige Luxusparty mit Kamingespäch im Innenausschuss des Landtags.
ElmauInnenausschuss wirft Blick auf Sicherheitslage während des G7-Gipfels, 6. Mai 2015
Quod licet Iovi, non licet bovi

Schloss Elmau, der Tagungsort der G7-Gipfels im Juni 2015 wurde mit Schutzzäunen zum Hochsicherheitstrakt ausgebaut. Ein 7 Kilometer langer und 2 Millionen Euro teurer Drahtzaun schützt die "Volksvertreter" vorm Volk.
Grundgedanke: die dort eine Party veranstaltenden Politiker gehören ähnlich wie San Quentin, abgeschirmt. Die Feier soll ungestört von etwaigen Friedensdemonstranten erfolgen.
Die Politiker wollen sich auch die Schau nicht stehlen lassen.
Ein deutscher Geschäftsmann, Gast auf Schloß Elmau, wollte noch zeitlich vor den 7 Politikern eine Geburtstagsparty auf dem geteerten Hubschrauberlandeplatz veranstalten. Anton Speer, Landrat von Garmisch-Partenkirchen, sprach sich dagegen aus: „Das können wir auf keinen Fall dulden”. Eine Party in dem Landschaftsschutzgebiet sei nicht möglich, meinte auch Joachim Herrmann, CSU. Die Landschaftsschutzgebietsverordnung kann von der CSU ignoriert werden, nicht jedoch von einem Bürger. Quod licet Iovi, non licet bovi: Was den sieben Jupitern erlaubt ist, ist dem Ochsen Bürger noch lange nicht erlaubt. Das Land gibt einen hohen Millionenbetrag für die landschaftszerstörende G7-Party aus, da kann nicht ein Geschäftsmann (vielleicht sogar einer ohne Parteibuch) vorab feiern.
ElmauLuxusparty auf dem G7-Hubschrauber-Landeplatz in Elmau: Landrat spricht Machtwort, Merkur Online 14.4.2015 – Zaunbau bei Elmau: Unverschämte Salamitaktik der CSU-Regierung, PM Grüne 16. April 2015
 – ElmauAuch Minister Herrmann erteilt ominöser Luxus-Party eine Absage, Augsburger Allegemeine, 14.4.2015
ElmauQuer, BFS, 16.4.2015 – ElmauG-7-Gipfel in Elmau: Zaungast Obama, SZ 25.4.2015, S. 76
G8 Gipfel im Jahr 2015 wirft seine zerstörerischen Schatten voraus
Dem herrlichen Fleckchen Erde um Schloß Elmau geht es an den Kragen: Schloss Elmau wird zur Festung ausgebaut. Für nur zwei Tage und für nur acht Staatschefs wird das einst abgeschiedene Tal unwiderbringlich ausgebaut und auf den Kopf gestellt.
  • 10 000 Hotelbetten hat die Staatsregierung laut Innenminister Joachim Herrmann, CSU, alleine für die Sicherheitskräfte reserviert.
  • Tausende Journalisten werden erwartet.
  • In einem engen Schutzbereich werden die Grundrechte aufgehoben: Demonstranten dürfen sich dem Hotel nicht weiter als 200 Meter nähern.
  • In einem weiteren Schutzbereich von mehreren Kilometern wird ein Betretungsverbot verhängt (wie sich das mit dem Demonstrationsverbot im engeren Bereich vereinbaren läßt bleibt ein Geheimnis: wenn es ein weites Betretungsverbot gibt, können potentielle Demonatration nicht bis zur engeren Grenze kommen!)
  • Gipfelgegner müssen damit rechnen, dass sie auf die "bayerische Art" (Max Streibl, CSU) behandelt werden: Einkesselung und Verdreschung.
  • Von den betroffenen Kommunen Krün, Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen erkaufte die Bayerische Staatsregierung mit Aussicht auf Investitionen von mehreren Millionen Euro. Ob diese dann nach dem Gipfel tatsächlich getätigt werden, darf bezweifelt werden.
  • Zufahrtstrassen werden erneuert. Hubschrauberlandeplätze am Schloss werden gebaut.
Keiner der vorangehenden G7– oder G8-Gipfel brachte für die Bevölkerung überwiegend Positives (wenn überhaupt irgend etwas Positives). Beim Grillabend plaudert es sich halt gut auf Kosten des Steuerzahlers, aber es ergibt sich nichts Handfestes. So wird es auch in Elmau sein: feist gegessen und getrunken, Umwelt zerstört und weiter so wie bisher!
Die Schwerpunktthemen in Elmau sind so nichtssagend als möglich:
  • Weltwirtschaft
  • Außenpolitik
  • Sicherheitspolitik
  • Entwicklungspolitik
Also wie bei allen zurückliegenden Gipfeln: alles und nichts.
Unsere Heimat wird von der CSU konsequent weiter zerstört
Das nutzlose Freizeittreffen der Politikprominenz – Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrieländer der Welt, der sogenannten G8-Staaten – wird 2015 auf Schloß Elmau und Hotel Kranzbach im Werdenfelser Land hereinbrechen. Eine Idylle (der Theologe und Philosoph Johannes Müller eröffnete 1916 dort in herrlicher Lage das Hotel) wird schamlos für vergnügliche Besprechungen weniger Politiker in wenigen Tagen geopfert. Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes bildeten die Vorhut. Mitarbeiter nahezu aller Geheimdienste der Erde, ein Großaufgebot der Polizei, dazu Politiker und ihre Gefolgschaft und zahllose Demonstranten werden erwartet.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, begrüßte die Wahl von Schloss Elmau als Austragungsort des Politikerspektakels. Schloss Elmau liegt im Wahlkreis von Verkehrsminister Alexander Dobrindt, CSU, der seinen Wahlkreis ohne Widerstand (jedenfalls ist keiner bekannt) preisgab.
  • Das Mega-Ereignis wird seine Spuren in das vormals liebliche Tal gravieren
  • Noch kein bisheriger G8-Gipfel brachte für die Bürger Deutschlands irgendwelche Vorteile
Wenn schon Politikerplausch (er sei ihnen vergönnt), dann spricht alles für diese Orte:
  • Flughafenhotel
  • US-Flugzeugträger
  • sibirische Taiga
  • englisches U-Boot
G8-GipfelG8-Gipfel auf Schloss Elmau. Warten auf den genauen Termin. BR 31.1.2014 – G8-GipfelG8-Gipfel in Bayern "Die Sünde spielte keine Rolle", SZ, 25.1.2014 – G8-GipfelSchloss Elmau

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Elmaumarcus mäckler: Schloss Elmau wird zur Festung, OVB, 26.6.2014, S. 5
ElmauHeiner Effern, Frank Müller: Operation Elmau, SZ, 26.6.2014
Elmau anti-bayrische CSU
Elmau Heimat und ihre Zerstörung
Elmau Hund sans scho!
Elmau Anfang

Elmau
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 30.6.2016