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Verkehrminister Alexander Dobrindt, CSU: Kumpan der Autokonzerne

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Wem oamoi neitappt no ned langt: wenr "neitappt" erhält eine Prämie

In Bayern gibt es den Spruch "Oamoi neitappt langt". Doch es gibt immer wieder Leute, die noch einmal und immer wieder hineintappen wollen, wenn man sie nur ködert.
Mit einem Softwareupdate stahlen sich die deutschen Autohersteller in Deutschland mit Hilfe der Politik – allen voran Alexander Dobrindt, CSU – aus ihrer Verantwortung für die Auslieferung von betrügerischen Autos.
Jetzt legen die Automobilkonzerne nach: wer ihnen einmal auf den Leim gegangen ist, macht das auch noch ein zweites Mal. Sie bieten eine neue Art von Abwrackprämie an. Zwischen 2000 und 10 000 Euro bieten sie denjenigen, die ihr Betrugs-Dieselauto (Euro-4-Standard oder schlechter) abgeben und einen Neuwagen kaufen. Zumindest zahlt diese Abwrackprämie diesmal nicht der Steuerzahler. Die Konzerne signalisieren:
  • wir haben dich betrogen,
  • wollen aber dein altes Auto aber nicht so umrüsten, wie beim Verkauf suggeriert.
  • stattdessen bieten wir an, dass du nochmals neitappst und ein Auto kaufst, das gegebenenfall noch mehr die Umwelt verschmutzt.
Die Autokonzerne profitieren davon mehrfach:
  • der Umsatz wird steigen
  • die Reparatur der ausgelieferten Betrugsautos kann unterbleiben
  • Kundenbindung: Die Kunden bleiben beim Konzern
DobrindtWas bringen die Eintauschprämien der Autohersteller? SZ, 8.8.2017
DobrindtDie Diesel-Abwrackprämie hat mit Umweltschutz nichts zu tun, SZ, 9.8.2017

Dieselkunden wurden am sogenannten „Dieselgipfel” verhöhnt

Nach allen vorliegenden Informationen wurden Verbraucher und Bürger über Jahre von der Automobilindustrie belogen und betrogen. In anderen Ländern mussten die Autokonzerne den Betrug (soweit es geht) ausgleichen. Nicht in Deutschland: hier lohnt sich Betrug, wenn er nur groß genug angelegt ist und wenn die Politiker sich als Erfüllungsgehilfen erweisen.

Die Konzernchefs Matthias Müller (VW), Harald Krüger (BMW) und Dieter Zetsche (Daimler) und andere drücken sich mit Rückendeckung von Alexander Dobrindt, CSU, vor ihrer Verantwortung.

Politik und Autoindustrie einigten sich auf dem sogenannten „Dieselgipfel” darauf, einen Teil der betrogenen Käufer der Gift-Dieselautos durch ein Software-Update zu beruhigen. Der  Software-Update erfolgt nur bei Gift-Dieselautos, die die Euro-5- und Euro-6-Norm erfüllen. Für alle Besitzer älterer  Gift-Dieselautos wird nichts gemacht. Stattdessen soll hier eine ungeheure neue Subvention, zusätzlich zu den bestehenden Diesel-Subventionen, eingeführt werden: etliche Politiker haben eine neue Abwrackprämie für die Betrogenen in die Diskussion gebracht.
Experten und der ADAC stimmen überein: diese Billig-Variante bringt nicht genügend. Die Schätzungen der Schadstoffminderung durch Software-Update belaufen sich auf 2 bis 10 %, möglicherweise bis 30 %. Der Software-Update (= Patch, deutsch: Flicken) wird als „freiwillig” gepriesen. Man stelle sich vor, ein Getränkehersteller liefert vergiftete Getränke aus und bietet den Kunden an, die Getränke „freiwillig” durch Verdünnung soweit zu strecken, dass das Gift unter die Schadensgrenze fällt.
  • Hardware-Nachrüstungen der Gift-Dieselautos wurden abgelehnt.
  • Wertminderung der Gift-Dieselautos wird den deutschen Kunden nicht gewährt.
Verkehrsminister Alexander Dobrindt, CSU, ist mit dem Ergebnis zufrieden: er hat Schaden von der Autoindustrie abgewendet.
Die Autoindustrie darf weiter die Luft verdrecken. Die überhöhten Stickoxid-Emissionen aus den Gift-Dieselautos werden weiter ihren Tribut in Form von alljährlich zigtausenden Toten fordern.

Petra Pinzler kommentierte in der ZEIT: „Für die einen gelten Gesetze, für die anderen werden Gipfel veranstaltet: Die Bundesregierung lässt die Autoindustrie im Dieselskandal viel zu billig davonkommen.”
Peter Tiede kommentierte in BILD: „Der Diesel-Gipfel am Mittwoch war der Gipfel! Der Dreistigkeit. Der Feigheit. Der Verlogenheit. Der Hasenfüßigkeit. Vor allem aber: der Gipfel der Heuchelei!”

Alexander Dobrindt, CSU, als verlängerter Arm der betrügerischen Autoindustrie

Der Versager bei der Pkw-Maut Alexander Dobrindt, CSU, erwies sich in seiner Zeit als Bundesverkehrminister als verlängerter Arm der betrügerischen Autoindustrie. Den Vorwurf der Kumpanei und Kungelei mit der betrügerischen Autoindustrie wehrte Alexander Dobrindt, CSU, ab und bezeichnete seine Bevorzugung der Betrüger mit „Partnerschaft“.
Als Minister hatte er aber einen Eid auf eine Partnerschaft mit den Bürgern geleistet.

DobrindtVerkehrsminister und AutoindustrieAlexander Dobrindt - Kumpanei und Kungelei? Der Tagesspiegel 26.7.2017


Links
DobrindtKritik an Dieselgipfel - Grünenchef Özdemir warnt Autobauer vor "Fukushima-Moment", Spiegel Online, 3.8.2017
DobrindtPetra Pinzler: Was für eine peinliche Inszenierung, Die Zeit, 2.8.2017
DobrindtPeter Tiede: Vergeigt! Verpufft! Verdieselt! BILD 2.8.2017
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Dobrindt Das mehrfache Scheitern des Alexander Dobrindts, CSU
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 17.11.2017